Kritik an der Schufa
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Die Schufa AG ist, entgegen der Meinung vieler Bürger, keine staatliche Einrichtung. Sondern eine privatwirtschaftliche Holding. Eigner der Schufa Holding AG sind zu einem Drittel Geschäftsbanken, ein Viertel der Schufa-Anteile halten die Sparkassen, etwa 20 % Anteile haben Privatbanken, knapp 15% der Anteilseigner sind Handelsunternehmen und Versicherungen, die restlichen 6,5% der Schufa-Anteile werden von Genossenschaftsbanken gehalten. Das Ziel der Schufa ist es, ihren Kunden die Bonität von potenziellen Kreditnehmern oder Kontoinhabern mitzuteilen. Durch den Schufa-Score, diese Zahl drückt die Zahlungsfähigkeit eines Bankkunden aus, kann ein möglicher Kreditausfall vorgebeugt werden. Insgesamt von 60 Millionen Verbrauchern hat die Schufa Daten gespeichert. Die Anzahl der gespeicherten Einzeldaten ist noch beeindruckender: Über 320 Millionen Datensätze sind bei der Schufa in Wiesbaden verfügbar.Wie kommt die Schufa an die Daten? Eine Frage, die sich viele Verbraucher stellen, denen aufgrund einer negativen Schufa-Auskunft ein Kredit oder eine Kontoeröffnung verwehrt wurde. Grundsätzlich erhebt die Schufa von sich aus keine Daten. Die Partner der Schufa, dazu zählen viele Banken und andere Kreditinistitute, melden regelmäßig ihre Kundendaten an die Schufa weiter. Ebenso erhält die Schufa wichtige Daten von diversen Behörden. Einen besondere Stellung nehmen dabei die Amtsgerichte ein. Dort werden nämlich die Schuldnerverzeichnisse geführt.
Die Arbeit der Schufa ist immer wieder der Kritik ausgesetzt. Grundsätzlich ärgert es viele Bürger und Verbraucherschutzorganisationen, dass die Schufa fast eine Art Monopolstellung in Deutschland hat. Keine Auskunftei verfügt über einen derart großen Datenbestand wie die Schufa Holding AG. Vor allem das Zustandekommen der persönlichen Bonitätsklassifizierung, Scoring genannt, ist immer wieder ein Grund zur Kritik an der Schufa. Jeder Bürger kann gegen einen Bearbeitungsgebühr eine Schufa Selbstauskunft anfordern. Darin wird ihm sein Schufa-Scoring mitgeteilt. Jedoch ist es völlig untransparent, aufgrund welcher Daten die Schufa zu dem Scoring-Wert kam. Kritiker empfinden es als unseriös, dass selbst das Einholen eines Kreditantrages oder sogar die Beantragung der Schufa-Selbstauskunft als negatives Merkmal den Scoring Wert nach unten korrigiert. Vor allem Datenschützer und Verbraucherschützer gehören zu den Hauptkritikern der Schufa. Die Datenschützer bemängeln, dass die Schufa mit der Ausweitung ihrer Geschäftsfelder sich anschickt, die größte zentrale Auskunftei zu werden. Ein Problem sehen die Datenschützer vor allem darin, dass die Schufa ein privatwirtschaftliches Unternehmen und keine öffentliche Behörde ist. Dadurch stellen sie die Datensicherheit entsprechend in Frage.
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