Verbraucher atmen auf: Die Bundesregierung will die Arbeit der Schufa für alle transparenter machen
21.August 2008
Bei den Daten, die bei der Schufa gespeichert werden, fließen sowohl positive als auch negative Daten mit ein. Jede Aktion auf dem Finanzmarkt, die einer Verbraucher macht, wird dort bei der Schufa erfasst. Einige Beispiele sind eine Eröffnung von einem Girokonto, der Antrag auf eine Kreditkarte mit Kredit und vor allen Dingen die Aufnahme eines Kredits. All diese wird in der Datenbank archiviert, zudem auch noch Kundenkonten, die man bei Versandhändlern hat. Zudem archiviert die Schufa auch den Umstand, wenn es um eine nicht vertragsgemäße Abwicklung im Fall von Geschäftsbeziehungen geht. Das können zum Beispiel eine nicht gezahlte Handyrechnung sein, offene Raten für ein nicht ausgeglichenes Konto oder ein säumiger Kredit. Diese Dinge werden für mindestens drei Jahre bei der Schufa archiviert und ihren Partnern bei Anfrage zur Verfügung gestellt. Für Verbraucher mit negativen Einträgen bei der Schufa resultieren daraus große Schwierigkeiten, wenn sie zum Beispiel einen Kredit aufnehmen möchten, ein neues Girokonto eröffnen wollen, ein Auto leasen möchten oder einen neuen Handyvertrag in Anspruch nehmen möchten. Dies liegt daran, dass durch die negativen Einträge bei der Schufa bedingt den Firmen das so genannte Zahlungsausfallrisiko als zu hoch erscheint. Dazu kommt das neue Prinzip des so genannten Scoring. Bei dem Scoring werden Werte errechnet, mit deren Hilfe man das Risiko eines nicht vertragsgemäßen Verhaltens bei einem bestimmten Verbraucher messen will. Die Werte des Scoring werden den anfragenden Partnern der Schufa zur Verfügung gestellt. Dieses Verfahren steht aus diversen Ursachen in der Kritik. Kritiker monieren, dass die Schufa unter Berufung auf ihr Geschäftsgeheimnis die Parameter und Berechnungsarten des Scorings unter Verschluss hält uns sich weigert, diese Parameter offen zu legen, so dass nur darüber spekulieren kann. Verbraucherschützer sagen zudem, dass durch das Scoring mit Hilfe der persönlichen Daten wie zum Beispiel das Geschlecht, das Alter und der Wohnort oder Geschlecht das Verhalten einer Person kategorisiert wird. Dadurch kann es sein, dass man schlecht eingruppiert wird, nur weil der Nachbar seine Zinsen nicht bezahlt hat. Zwar kann man bei der Schufa können schon nun Einsicht über die zu der eigenen Person archivierten Daten bekommen, aber es muss dafür eine Gebühr bezahlen werden.
Artikel gespeichert unter: Gesetzliche Regelungen
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